Schlanker Bauch, dicke Börse

Tag 6 meiner Detox-Kur startet mit der traurigen Erkenntnis, dass sich für mein leckeres Dinkel-Buchweizen-Brot – welches laut Teatox im „Notfall“ erlaubt ist – kein brauchbarer Belag in meinem Kühlschrank findet. Frischkäse und Käse sind tabu, Wurst sowieso und auch Marmelade steht auf der roten Liste. Als wenn das nicht schlimm genug wäre, schreibt mir Esstest-Dummy Anna – die ja gerade weizenfrei unterwegs ist – dass sie gerade genüsslich ein (weizenfreies) Nutella-Brot zum Frühstück verputzt. Danke Anna, Mensch, das hilft. NICHT. Statt Brot gibt es also nun zum 6-Mal Obst mit Haselnussmilch (Achtung, LECKER!) und Müsli. Nun gut, es könnte schlimmer sein.

Detox-Müsli

Deluxe-Detox-Müsli: Beerenmix und Banane mit Basis-Müsli, Dinkelflakes und Leinsamen

Wäre da nicht der Drang nach einer ordentlichen Zucker-Dröhnung (nochmal Danke Anna!), nach der mein Körper seit 2 Tagen verlangt. Im normalen Leben können mir Süßigkeiten und Schoki eigentlich nichts anhaben (meine Kollegen in der Redaktion würden jetzt vielleicht das Gegenteil behaupten, aber hey, das ist mein Blog). Doch in den letzten Tagen spüre ich den Zuckerentzug auch körperlich. Mein Geruchssinn ist scharfgestellt und ich rieche jegliche Art von Kuchen, Törtchen u.ä. schon 10 Meter gegen den Wind. Besonders der Weg zur Arbeit wird zum Spießrutenlauf: Croissants und Muffins an der einen Ecke, Snickers, Duplo & Co. am Kiosk nebenan. Es würde mir ja schon reichen, nur mal an einem Duplo zu lecken. Ehrlich. Aber als echter Esstest-Dummy trotze ich meinen gezuckerten Gelüsten.

Neben dem ganzen Gejammere möchte ich auch etwas Positives loswerden: Mein Bauch fühlt sich deutlich schlanker an. Einen Blähbauch vom vielen Trinken habe ich auch nicht und die Verdauung wird gut angekurbelt (Details erspare ich mir und euch an dieser Stelle…). Und – um nochmal auf die Überschrift zurückzukommen – man spart sich beim detoxen echt dumm und dämlich. Abgesehen von dem wirklich happigen Preis für die 2 Teatox-Döschen (25Euro!!!) gebe ich kaum Geld für Essen aus. Ich darf ja auch (fast) nichts essen, logisch. Aber wenn man nur frisches Obst und Gemüse und ein wenig Müsli, Nüsse und Samen kauft (die sich einige Zeit halten) spart man echt ordentlich Geld. Zeit allerdings nicht, da ich mir ständig darüber Gedanken mache, was ich wann wie und wo esse(n darf). Dadurch probiere ich aber auch viel Neues aus und lerne auch die vegane Küche immer mehr zu schätzen. Denn seit 6 Tagen landete auch kein Fleisch auf meinem Teller. Vielleicht der Beginn eines neues Esstest-Dummy-Tests? We’ll see…

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2 Antworten zu “Schlanker Bauch, dicke Börse

  1. Ich kenne das nur zu gut mit dem geschärften Geruchssinn. Ich durfte mal für 2 Wochen keinerlei Zucker zu mir nehmen.

    Ziemlich übel wenn man in der Gastronomie arbeitet. Ich hätte meinen Kollegen so oft fast die Cola vom Tablett gerissen. Sogar eine simple selbst gemachte Limo aus Rohrzucker, Zitrone und Wasser hatte plötzlich einen extremen Zuckerduft. Für mich war das wirklich sehr schlimm.

    Ich wünsche Dir also viel Erfolg und Kraft zu durchhalten.
    LG Sue 😊

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    • Hi liebe Fleischfee (ein suuuuuper Name by the way :)), ja das Detoxen war ziemlich hart, auch wenn es nur 2 Wochen waren. Aber ich habs durchgehalten 🙂 Aber „wie neu geboren“ hab ich mich danach auch nicht gefühlt….
      LG Kathleen

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