KommtEssen im Test

Und schon wieder haben wir uns durch eine Kochbox gefuttert – mein Gott, was für ein Leben – und zwar durch die von KommtEssen. Hier der Test-Bericht der Dummys:

WAS IST KOMMTESSEN?
KommtEssen
 legt Wert auf die Bezeichnung „Original“, das es sich hier wohl tatsächlich um die  „Mutter aller Kochboxen“ in Deutschland handelt. 2007 startete in Schweden das Kochboxen-Konzept mit der „Middagsfrid“– DER ersten schwedischen Kochbox zuzusagen – durch. 2010 kam das Konzept dann mit „KommtEssen“ auch zum ersten Mal nach Deutschland. Bei KommtEssen kann man zwischen 5 verschiedenen Kochbox-Varianten wählen, wobei man jede Box auch einmalig für den normalen Preis (des Abos) testen kann – finden wir klasse, denn Abos schrecken irgendwie immer erstmal ab, uns zumindest. Wenn man dann aber regelmäßig beliefert werden möchte, schließt man natürlich ein Abo ab. Das kann man aber – wie auch bei den anderen Anbietern – jederzeit stilllegen, kündigen und seine Lieferungen ganz individuell timen. Vor der ersten Lieferung bekommt man übrigens ganz niedliche KommtEssen-Aufkleber für die Haustür zugeschickt – dann weiß der Lieferung gleich wo er klingeln muss 🙂

Hier eine Übersicht über die wählbaren Boxen und Preise:

Abo-Typ Gerichte für … Personen Preis Preis pro Person/ pro Gericht
Die Kleine 4 2 49 € 6,12 €
Die Mittlere 3 4 67 € 5,58 €
Die Große 5 4 92 € 4,60 €
Kinderliebling 4 4 67 € 5,58 €
Flexitarisch 3 4 76 € 6,33 €

Die Preise sind wirklich ziemlich günstig, schauen wir mal ob’s trotzdem schmeckt 🙂 Scherz … KommtEssen liefert übrigens deutschlandweit, in manche Liefergebiete mit frisch gepackten Tüten am Montagabend mit Kühlwagen und in manchen am Dienstagvormittag mit sorgfältig gepackten Boxen, die mit Kühlakkus die ungebrochene Kühlkette sicherstellen.

REZEPTE VON KOMMTESSEN
Bei KommtEssen kann man sich – wie bei den anderen klassischen Kochboxen – nicht aussuchen, was auf den Teller kommt. Jede Woche gibt es ein neues Wochenmenü in 5 verschieden Varianten – der Box-Art entsprechend. Fix ist: Jede Box bzw. jede Lieferung beinhaltet immer ein Veggie-Gericht, dazu gibt es dann Gerichte mit Fisch, Fleisch und Geflügel im Wechsel. Wer „Flexitarier“ ist, also zwar Fleisch isst, aber nur selten, für den gibt es eine Extra-Box: die KommtEssen Flexitarisch – mit zwei vegetarischen Gerichten und Bio-Fleisch oder nachhaltig gefischter Fisch. Die Rezepte werden ansprechend in einer Art Klappkarte präsentiert,  die Anleitung ist gut, schade war aber, dass es zu einem Gericht (Sellerieschnitzel) kein Bild gab – man mag ja schon gern sehen, wie das was man kocht, am Ende eigentlich aussehen soll.

ZUTATEN, ZUBEREITUNG & GESCHMACK
Wir testeten die Flexitarier-Box und wow, siehe da – jede Menge Bio-Zutaten! Lediglich 5 von den insgesamt 20 Zutaten waren nicht in Bio-Qualität. Auf den großen Bio-Anteil wird bei der Beschreibung der Flexitarier-Box bereits hingewiesen. Bei den „normalen“ Boxen steht nix von Bio-Fleisch, daher tippen wir mal, dass der Anteil hier geringer sein wird. „Woran erkennen die Dummys denn überhaupt ob die Möhre da in der Kiste bio ist oder nicht? So schlau sind die doch gar nicht….“  (Stimme aus dem Off) Tja, Fuchs muss man sein – oooooder einfach auf den Rezeptflyer von KommtEssen gucken 🙂 Denn da werden auf der Vorderseite alle Zutaten aufgelistet und dahinter angegeben, welche der Zutaten bio ist. Tataaa! Plus: Es werden Empfehlungen gegeben, welche Zutaten am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten. Top! Alle Zutaten machten zum Zeitpunkt der Lieferung einen frischen Eindruck und alles blieb auch bis Tag 3 frisch (und zum Teil knackig). Sie waren gut und quetschfrei verpackt, so dass keine Zutaten Schaden nahm.

In Sachen Zutaten gab es allerdings ein Manko, wie wir finden: Wir wissen natürlich nicht ob es immer so ist, oder ob nur in dieser Woche so viele Basiszutaten benötigt wurden. Ich meine, man kauft sich doch so eine Kochbox, weil man vielleicht mal was exotisches ausprobieren will und nicht die passenden Zutaten im Haus hat. Gerade in der Asia-Küche gibt es ja wirklich viele Saucen und Pasten, die man in großen Gläsern und Flaschen kaufen muss und am Ende nur ein Löffelchen davon im Rezept braucht. Bei anderen Kochboxen waren Zutaten wie Honig, Sojasauce, Sambal Oelek oder Knoblauchzehen mit dabei – bei KommtEssen sind alle die Zutaten in unserem Fall Basiszutaten gewesen. Ein Glück das ich Sambal Oelek zufällig im Haus hatte, ansonsten hätte ich mich wirklich ein wenig geärgert es extra kaufen zu müssen. Wegen dem flüssigen Honig musste ich tatsächlich nochmal vor dem Kochen los zum Supermarkt, nerv… Bei den Hähnchenkeulen die gleich kommen war die Liste der Zutaten, die man zu Hause haben musste um das Gericht zu kochen länger als die Liste der Zutaten die mitgeliefert wurden. Sorry, aber irgendwie kann mir dann die 6 „fehlenden“ Zutaten auch noch allein kaufen, wenn ich schon wegen 8 (!) anderen (die Basiszutaten^^) los muss. Bei den Falafel brauchte man zusätzlich Kreuzkümmel und Cayennepfeffer – hatte ich nicht da und habe es mir wegen 1 TL und 1 Messerspitze (hallo?) auch nicht gekauft. Das hätte man doch wohl in kleinen Tütchen ab- und dazupacken können.

Testessen 1: Bio-Teriyakihähnchenkeulen & Wokgemüse

Bio-Teriyakihähnchenkeulen & Wokgemüse

Bio-Teriyakihähnchenkeulen & Wokgemüse von KommtEssen

So, jetzt aber genug rumgenörgelt, jetzt gehts ans Essen: Als erstes kam das Hähnchen dran – denn als einziges Rezept mit Fleisch wollen wir es als erstes zubereiten, damit das Fleisch nicht noch länger als nötig lagert. Auch KommtEssen weist das Rezept im Rezeptheft als „Rezept Tag 1“ aus – mitgedacht, top! Die Keulen waren riiiiiiiiiiesig – und sahen frisch und ansprechend aus. Sie wurden mit einer selbstgemachten Teriyaki-Sauce mariniert und dann im Ofen für 45 Minuten gebacken. Währenddessen konnte man problemlos den Reis und das Wokgemüse vorbereiten. Auf dem Rezeptbild bzw. PR-Bild von KommtEssen wird das Huhn mit Brokkoli serviert, in Wahrheit handelte es sich aber um Wirsing, Paprika und Zucchini – auch lecker, nur etwas verwirrend,  wenn Rezeptfoto und Zutatenliste nicht übereinstimmen. Das Gericht war insgesamt sehr lecker und ausgewogen, das Hähnchen war innen zart und außen knusprig, so wie es sein soll. Nochmal kurz nörgeln, weil’s so schön war: In der Zubereitung wird „den Reis kochen“ als zweiter Punkt – nach „Ofen vorheizen“ aufgeführt, also noch bevor das Hähnchen überhaupt mariniert, geschweige denn im Ofen ist. Hätte man den Reis wirklich direkt zu Beginn gekocht (und Kochanfänger würden sich sicher an die Step-by-Step-Anleitung halten), hätte man am Ende (nach rund 50 Minuten) entweder völlig verkochten oder kalten Reis gehabt. Diesen Anfängerfehler haben wir natürlich nicht gemacht und hatten einen perfekten Reis zu unseren Monster-Schenkeln 🙂 Yammi!

Testessen 2: Falafel mit Honiggemüse und Dip

Falafel mit Honiggemüse und Dip

Falafel mit Honiggemüse und Dip von KommtEssen

Sauleckeres Gericht – das easypeasy zuzubereiten ist und echt schnell geht. Die Falafel wurden (leider) nur mit einem mitgelieferten Falafel-Fertigprodukt gemacht, dass heißt: Falafel-Mix-Tüte auf, Falafel-Mix raus, Wasser drauf und fertig. Mhhh…Hätte man sicher auch einen Tick raffinierter und leckerer haben können, aber hey es ging fix, ich will mich nicht beschweren (noch nicht, haha!). Aus dem Falafel-Mix-Matsch formte man dann platte Bällchen, die man in der Pfanne briet (briet? really?). Das dem sogenannten „Honiggemüse“ handelte es sich schlicht und ergreifend um Ofengemüse (Zucchini, Champignon und Karotte), die in einer Marinade aus Öl und Honig im Ofen kurz gebacken wurden. Zusätzlich zum Ofengemüse wurde noch ein Salat mit Kichererbsen und Orangen- und Zitronenfilets serviert. By the way: Habt ihr schon mal eine Zitrone abgeschält? ICH NICHT 🙂 Man schneidet Zitronen auf, schneidet Scheiben oder presst sie aus. Aber abpellen wie’ne Orange? Das war schon ein wenig scary, denn die Zitronen wirkte auf einmal so „nackt“ und hilflos ohne Ihren gelben Schutzmantel. Gott, was rede ich denn da??? 😀 Weiter im Text: Der Dip war super simpel, aber dennoch überraschend originell im Geschmack und bestand aus Zitronenschale, Zitronensaft und griechischem Joghurt. Tolles Gericht, was wir uneingeschränkt weiterempfehlen können. Die Falafel würde ich nächstes Mal vielleicht lieber selber machen und kein Fertigpulver nehmen, denn ein wenig trocken war den Bällchen schon, wenn man nicht genug Dip dazu aß. Ups, doch noch beschwert………….

Testessen 3: Sellerieschnitzel mit Rahmwirsing

Sellerieschnitzel mit Rahmwirsing

Sellerieschnitzel mit Rahmwirsing von KommtEssen

Das zweite Veggie-Gericht aus der Flexitarier-Tüte war ein paniertes Sellerieschnitzel. Aber nicht einfach nur ein stinknormales „Schnitzel“, sondern ein supadupa Doppeldecker-Sellerie-Schnitzel mit Käsefüllung. Als ich die Sellerieknolle in der Tüte sah, war ich – zugegeben – ein wenig abgetörnt. Bäähh, Sellerie, muss das sein? Ja, leider – was tut man als Esstestdummys nicht alles. Auch mein Freund – Fleischliebhaber – hat eingewilligt mitzuessen. Freiwillig. (Naja…ihr wisst schon…“freiwillig“ :)). Also wurde die Sellerieknolle geschält, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten und kurz in Salzwassser gegart. Im Anschluss baute man aus jeweils 2 Scheiben den „Doppeldecker“: Selleriescheibe + Käsescheibe + Selleriescheibe. Das Ganze wurde dann in 2 Steps paniert – zuerst ging’s durch eine Schmand-Tomatenmark-Mischung und dann ab ins Semmelbrösel-Bad – huuuuiiiiii… Die Schnitzel wurden angebraten und zu einem klassischen Kartoffelbrei, Rahmwirsing mit Schmand und einem Johannisbeer-Gelee serviert. Erinnerte dadurch ein wenig an Wiener Schnitzel mit Preiselbeermarmelade, was ich super gerne mag. Leckere Gesamt-Kombi – WIR (ja auch der Mann!) waren begeistert, wobei besonders der gelungene Mix aus süß und herzhaft hervorzuheben ist. Und Sellerie hat gar nicht so s****e geschmeckt, wie ich in Erinnerung hatte – sondern sogar … ja, lecker. Ich würde mir das Gericht nochmal kochen, aber ich glaub der Doppeldecker muss gar nicht sein, ein einfaches Sellerie-Schnitzel reicht auch.

FAZIT:
Die Flexi-Box von KommtEssen lohnt sich. Gute Bio-Lebensmittel, passende Rezepte zu einem fairen Preis von 6,33€ pro Person pro Mahlzeit. Das einzig Negative unserer Meinung nach ist wirklich die Menge an Basiszutaten, die man zu Hause haben sollte. Das macht irgendwie keinen Sinn, wenn man eine Paprika nach Hause geliefert bekommt, für 1 Messerspitze Cayennepfeffer aber in den Supermarkt rennen muss. Die Paprika hätte man vielleicht eher noch daheim gehabt als den Cayennepfeffer. Dennoch wirklich pfiffige Gerichte, die ich mir selbst so vermutlich nicht gekocht hätte (siehe Sellerie-Schnitzel…). Dummy-Daumen nach oben!

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