Gerichte von „fit taste“ im Test

Und schon wiiiieder eine neue Kochbox bzw. Fertigmenüs, die getestet werden wollen. Nach Soulchef, die ein ähnliches Konzept fahren, futtern wir uns nun durch 5 Gerichte von fit taste – wobei es fit taste übrigens schon viel länger gibt. Zudem beliefern Sie deutschlandweit und in Luxemburg – Soulchef beliefert aktuell nur München. Aber genug dazu, lasset die Testessen beginnen!!!!

WAS IST FIT TASTE?
„fit taste“ ist wie gesagt kein kochbox-Anbieter, sondern eine sogenannte „Meal Prep“-Firma, dass bedeutet im Prinzip einfach nur, das fit taste das Kochen für einen übernimmt und die fertig gekochten Essen liefert. Es sind auch nicht irgendwelche Gerichte, sondern Fitness-Gerichte, mit dem Fokus auf Abnehmen und Muskelaufbau. Bei den Gerichten kann man zum Beispiel wählen, welche Eigenschaften das Essen haben soll, zum Beispiel „Low Carb“, „High Carb“ oder „High Protein“. Die Gerichte lassen sich zudem auch anderweitig filtern, z.B. nach „glutenfrei“ und „vegetarisch“. Man kann aktuell 29 verschiedenen Gerichten bestellen. Die 29 Essen basieren aber im Grunde auf immer wiederkehrenden Basis-Gerichten. So gibt es Lachs oder Hähnchen z.B. in Variationen mit oder Reis – also Low Carb oder High Carb. Man kann allerdings keine einzelnen Essen bestellen, denn fit taste liefert erst ab einer Bestellmenge von 6 Gerichten. Daher gibt es die Möglichkeit, verschiedene Pakete zu wählen, die entweder vorgegeben sind oder aber individuell mit Gerichten nach Wahl bestückt werden können – das ist allerdings teurer als die vorgefertigten Boxen. Man bekommt dann jede Woche eine Lieferung (mit mindestens 6 Gerichten, mehr geht auch z.B. 12, 18 oder 24) und schließt damit auch ein Abo ab, welches man aber wöchentlich kündigen kann. Zudem können die Wunschgerichte in der Box jederzeit verändert und ausgetauscht werden – allerdings nur bei der individuellen Box. Vorab können Unentschlossene eine Probierbox mit 5 Gerichten bestellen – ohne den Abo-Faktor, allerdings auch ohne Auswahl-Möglichkeit. Hier die fit taste-Boxen im Überblick:

Die Gerichte in der individuellen Box können jederzeit verändert und ausgetauscht werden – bei den anderen Boxen geht das allerdings nicht. Wer das Ganze erstmal testen will, kann sich eine Probierbox mit 5 Gerichten bestellen – ohne den Abo-Faktor, allerdings auch ohne Auswahl-Möglichkeit. Hier die fit taste-Boxen im Überblick:

Box Anzahl
Gerichte
Preis Preis
pro Gericht
Probierbox 5 Angebot 41,50€, sonst 46,90€ 8,30€ bzw. 9,38€
Individuelle Box 6 ab 53,40€ ab 8,90€
12 ab 106,80€ ab 8,90 €
18 ab 160,20€ ab 8,90 €
24 ab 213,60€ ab 8,90 €
Low Carb Box 6 53,40 € 8,90 €
12 105,90 € 8,83 €
18 159,99 € 8,89 €
Muskelaufbau Box 6 53,40 € 8,90 €
12 105,90 € 8,83 €
18 159,99 € 8,89 €
24 204,90 € 8,54 €
Fit Lifestyle Box 6 53,40 € 8,90 €
12 105,90 € 8,83 €
18 159,99 € 8,89 €
24 204,90 € 8,54 €

Die Lieferung der Menüs erfolgt einmal die Woche – am Freitag bis 12 Uhr. Frisch gekocht wird bei fit taste immer Donnerstag. Geliefert wird deutschlandweit sowie in Luxemburg. Ab einer Menge von 12 Essen fallen die Versandkosten weg, ansonsten kommen 6,50€ noch oben drauf. Die Preise sind ansonsten ok finden wir, und im Vergleich zu Soulchef viel günstiger.

ZUTATEN, ZUBEREITUNG & GESCHMACK
Auf der fit taste-Homepage heißt es: „Bei fit taste achten wir im besonderen Maß auf die Qualität der eingesetzten Zutaten. Ob beim Fleisch, Fisch, Gemüse oder Öl – alle Bestandteile unserer Gerichte werden persönlich ausgesucht und wir garantieren dir daher absolute Frische und höchste Qualität der Produkte.“ Es werden bei fit taste zudem keine künstlichen Aromen oder Geschmacksverstärker und nur wenig Salt verwendet. Beim Fleisch setzt die Firma auf „glückliche Freilandhühner“ und „Rinder von hervorragender Qualität und aus artgerechter Tierhaltung“. Spezifiziert werden diese Angaben aber nicht. Beim Fisch heißt der Lieferant Deutsche See. Alle Gerichte bzw. Zutaten machen beim Eintreffen einen guten Eindruck. Nichts ist matschig, braun oder sieht in irgendeiner Art und Weise unappetitlich aus. Die schwarze Box in der die Gerichte geliefert werden ist verschweißt und mit einer Papp-Banderole umgeben. Auf dieser finden sich neben dem Namen des Gerichts, auch noch viele weitere Infos dazu wie das Gewicht, alle wichtigen Nährwerte, die empfohlene Kühltemperatur und die Inhaltsstoffe. Auch ein Verweis bezüglich möglicher Allergene wie Soja oder Gluten wird mit angegeben.

Und nun: Ran an die Teller!

Test-Essen 1: Asia-Nudeln mit Shrimps

Asia-Nudeln mit Shrimps

Trotz Plastikverpackung und Schutzfolie: Die Asia-Nudeln mit Shrimps machen schon in der Verpackung echt Appetit. Das Wokgemüse (u.a. Zuckerschoten, Karotten, Mu-Err-Pilze…) sieht knackig und frisch aus. Und so schmeckt es auch! Lecker! Bei Fertiggerichten mit Garnelen finden sich ja meist nur 3,4 verlorene Mini-Garnelen im Essen – anders hier: Die Menge an Garnelen ist echt angemessen.

Test-Essen 2: Hähnchenbrust mit Reis und Brokkoli

Hähnchenbrust mit Reis und Brokkoli

„Hähnchenbrust mit Reis und Brokkoli“ klingt ganz schön fad und dröge – aber falsch gedacht!!! Denn eigentlich müsste es heißen: „Super zartes Hähnchenbrustfilet in einer knackigen Nuss-Panande mit Reis, Brokkoli und einer Tomaten-Chili-Sauce“. Wieso schreibt ihr nicht das auf die Packung liebe fit taste-Leude? DAS wäre angemessen :).

Test-Essen 3: luxfit Chicken-Salat

luxfit Chicken-Salat

Auch hier hat sich das Hähnchen wieder in seine super sexy lecker-schmecker Nuss-Panade geschmissen, die übrigens aus Haselnüssen, Kürbiskernen, Leinsamen und Maisgries besteht. Dazu gibt es eine Handvoll Blattsalat, ein paar Stücke Mango, ein paar Weintrauben und großzügige Parmesan-Späne. Alles in allem lecker, auf die Trauben hätten wir auch gut verzichten können – die waren irgendwie fehl am Platz. Das Dressing wirkte unglaublich massiv und irgendwie wie ein Fertigdressing, aber ein Blick auf die Zutatenliste verrät, dass es sich um ein gesundes HImbeer-Dressing handelt, das mit Sojamilch so cremig gemacht wurde. Man fühlte sich hinterher aber dennoch irgendwie „schlecht“, als hätte man einen fettigen, ungesunden Salat mit viel zu viel Schnick-Schnack gegessen.

Test-Essen 4: Gemüsereis mit Lachs

Test-Essen 4: Gemüsereis mit Lachs

Solides Gericht, unaufregend. Lachs und Reis waren nicht allzu stark gewürzt, was die Mischung ein wenig fad machte. Der Lachs war leicht trocken. Der Wildreis war aber schön knackig. Das schwächste Gericht von den 5.

Test-Essen 5: Tandori-Hähnchenbrust mit Wokgemüse

Tandori-Hähnchenbrust mit Wokgemüse

Wo ist unsere geliebte Nusspanaaaaade? Ausgetaucht gegen eine Tandori-Marinade… Na guuut, auch lecker, wirklich. Nicht mehr ganz so lecker, weil schon 5 Tage im Kühlschrank (so lange soll es aber angeblich locker durchhalten…) ist das Wokgemüse. Erwärmt schmeckte es dann wirklich nicht mehr sonderlich gut, schon leicht säuerlich.

Tja, im Grunde ist die Idee von fit taste gut und auch die Preise sind ok. Aber ich könnte mir nicht vorstellen, zum Beispiel 12 oder 24 Gerichte zu bestellen und dann immer und immer wieder das gleiche zu essen, denn wie gesagt: Die Gerichte unterscheiden sich meist nicht doll voneinander, die Proteinquelle ist entweder Hähnchenbrust, Lachs, Garnelen oder Rinderhack – die Beilagen variieren, wiederholen sich aber auch ständig. Für andere mag das eine gute Lösung sein, um nicht selber jeden Tag nachdenken zu müssen, was man isst und einkaufen muss, für mich ist es eher nichts :).

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Eine Antwort zu “Gerichte von „fit taste“ im Test

  1. Da ich kein Gluten vertrage und außerdem vegetarisch esse, kommen Kochboxen für mich gar nicht infrage.
    Zwar finde ich eure Tests durchaus lesenswert, aber ich würde mich auch SEHR freuen, wenn ihr mal wieder andere Produkte oder Ernährungsweisen testetet (hah, „testetet“, das ist ja ein doller Konjunktiv!).

    Happy blogging!

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