Detox-Saftkur

Ich habe es schon wieder getan – ich habe „gedetoxed“. Wer meinen Beitrag über den Teatox-Tee gelesen hat weiß: ich halte nichts von sogenannten „Entschlackungskuren“, wo einem mit irgendwelchen speziellen Detox-Produkten das Geld aus der Tasche gezogen wird. Aber hey, ich lasse mich immer gerne eines Besseren belehren und habe für euch gerade die Detox-Saftkur von pressbar getestet.

Was soll die Detox-Saftkur denn eigentlich bewirken?
„Du fühlst dich wieder fit, angenehm leicht und energiegeladen.“ Zudem versorgen Sie den Körper optimal mit Vitamine, Mineralstoffen, Enzymen und Ballaststoffen, so dass der Verdauungstrakt entschlackt und der Stoffwechseln angekurbelt wird.“ Das übliche Detox-Zeug halt. Ich bin noch nicht überzeugt.

Sind die pressbar-Säfte ganz normale Säfte oder sind die irgendwie besonders?
Die pressbar-Säfte sind in der Tat keine 0815-Säfte, die ihr in jedem Supermarkt findet. Normalerweise werden Säfte nämlich pasteurisiert, das heißt sie werden kurz erhitzt um sie haltbarer zu machen. Das Problem: Dabei gehen eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffe flöten, da es ihnen zu „heiß“ wird. Darum presst pressbar seine Säfte mit Hilfe einer innovativen, hydraulischen Presse, bei der keine Hitze entsteht, so dass die gesunden Inhaltsstoffe genau da bleiben, wo sie sein sollten: im Saft. Schon mal ne echt gute Idee! Aber: Dadurch sind die Säfte wirklich nur ein paar Tage haltbar. Also: Falls ihr euch mal welche bestellt, plant das mit ein. Die Säfte kommen zudem völlig ohne Zusätze aus und bestehen zu 100 Prozent aus frischem Obst und/ oder Gemüse und Kräutern. Ja, pressbar kann sogar Saft aus Kräutern pressen, krass oder!

Detox-Saftkur von pressbar

Detox-Saftkur von pressbar

Was kostet der Spaß?
Da hört der Spaß auf – nein, Scherz – aber ganz günstig sind die Säfte natürlich nicht, wie ihr euch vielleicht schon denken könnt. Die 3-Tage-Saftkur mit 3×5 Säften pro Tag (15 insgesamt) kriegt man ab 45 Euro (250ml Flasche). Man kann sich aber auch mehr als 5 Säfte pro Tag genehmigen, wird dann halt insgesamt teurer. Ich hatte die 3×5 250 ml-Version und muss sagen: 5×250 ml haben völlig ausgereicht am Tag – obwohl ich Bedenken hatte. Macht pro 250 ml-Flasche übrigens 3 Euro. Also billig ist anders, aber im Handel haben viele Smoothies und Säfte, besonders Bio-Produkte, ähnliche Preise.

Und wie funktioniert die Detox-Kur denn jetzt genau? 
Ganz easypeasy: 3 Tage lang soll man mindestens 5 der Detox-Säfte trinken. Und sonst? Zwischendurch darf man auf Mandelmilch oder Kokoswasser als „Snack“ zurückgreifen – die man bei pressbar übrigens gleich mitbestellen kann. Zu trinken gibt es literweise Wasser und ungesüßten Kräutertee. Gemüsebrühe geht auch mal. Im absoluten Notfall sind Gemüse, Obst und Nüsse erlaubt. Achtung Spoileralarm: Es gab einen „Notfall“ :).

Wie schmecken die Säfte?  

Grandios! Sorry, kann man einfach nicht anders sagen. Und nein: ich wurde nicht dafür bezahlt, dass zu schreiben :). Jeder der 5 Säfte ist etwas ganz besonderes, denn der Mix ist bei jedem ganz individuell und wie ich finde echt außergewöhnlich. Zudem passt pressbar sich an Saison und Verfügbarkeit an, so dass die „Sorten“ regelmäßig wechseln. Mein Favorit bei meiner Kur, die Nr. „Eins“: Apfelsaft, Erdbeerpüree, Acaipüree, Orangensaft, Granatapfelsaft, Ingwersaft und Karottensaft. Es riecht nach Apfel und Erdbeer und schmeckt super geil nach frischen Erdbeeren mit einem Hauch von Ingwer. Geile Kombi. Auch Nr. „Vier“ hat mich geflasht: Apfelsaft, Grapefruitsaft, rote Betesaft, Minzesaft und Himbeerpüree. Ganz ehrlich: ich hasse Rote Bete, aber zusammen mit den anderen Zutaten: hammer! Es schmeckt leicht bitter durch den Grapefruitsaft, dann kommt ein Hauch von Rote Bete und dann ein wenig Minze – yammi. Auch die Kombi Fenchel-, Petersilien- und Grünkohlsaft zusammen mit Apfel-, Ingwer- und Zitronensaft war super lecker. Bei Fenchelsaft musste ich auch erstmal schlucken als ich das gelesen hab (es verhält sich ähnlich wie bei der Rote Bete – urrrghh..), aber man hat ihn kaum rausgeschmeckt. Es war eher Petersilien-lastig, mit ein wenig Ingwer und Apfel. Mit dem anderen der zwei grünen Säfte konnte ich mich allerdings nicht anfreunden. In Mix mit Gurkensaft- und Dillsaft. Ohhh nee, das war echt nicht meins Freunde.

„Du fühlst dich wieder fit, angenehm leicht und energiegeladen“ – ODER?
Fit? Ja, irgendwie schon. Angenehm leicht? Ja, wie geil, tatsächlich! Aber energiegeladen? Nop. Keine Spur. Aber richtig fertig war ich jetzt auch nicht, aber es hat schon seinen Grund, dass man während der Saftkur keinen bzw. nur ganz leichten Sport machen soll. Weil man einfach keine Power hat. Tag 1 verging blitzschnell und am Abend ersetzte ein wenig Gemüsebrühe und ein grüner Saft das Abendessen. Ich hatte nur ein klitzekleines Problem: Meine Zähne sind generell ziemlich empfindlich und schon nach dem ersten Tag waren sie etwas „überfordert“ aufgrund des vielen Fruchtzuckers. Hat sich ein bisschen so angefühlt, als wenn ich zu viel Cola getrunken hätte (was ich natürlich niiiie mache J). Also ein wenig so, als wäre der Zahnschmelz angegriffen und löst sich jetzt auf – son komisches, pelziges Gefühl. Daher habe ich die Säfte mit Wasser vermischt, damit das Ganze nicht so hochkonzentriert auf meine Zähne trifft.

Nachdem ich den ersten Tag so lockerflockig gemeistert hatte, dachte ich, ich bin übern Berg – aber der Hunger übermannte mich. Ja, schon wieder! Und ja, nicht erst am Abend, schon am Nachmittag :). Ich bin wenig früher von der Arbeit nach Hause gegangen und kam dort vööööllig ausgehungert und schlapp an. Da war er, der Notfall – also her mit den Nüssen! Die taten eeeecht gut :D. Am dritten Tag musste ein zusätzlicher Apfel zum Mittagessen her, ansonsten kam ich aber ganz gut über die Runden mit den Säften. 500 ml pro Saft wären mir viel zu viel gewesen. Und: Ich fühlte mich trotz latentem Hungergefühl eigentlich ganz fit. Und das Beste: Man fühlte sich wirklich „leicht“ und nicht so aufgebläht vom Essen. Das obligatorische Nachmittagstief nach einem zu mächtigen Mittagessen blieb natürlich auch aus.

Ob ich jetzt „schlackenfrei“ bin, lassen wir mal dahingestellt. Aber die Kur tat mir echt gut, dass muss ich eingestehen. Ich kann es eigentlich nur empfehlen, selber mal ausprobieren. Dazu braucht man zwangsläufig natürlich keine Säfte, aber man kann auch einfach so mal ein paar Tage fasten mit Wasser und Tee. Einfach mal aus dem Alltags-Ess-Trott rauskommen und sich auf das Wesentliche konzentrieren – seinen Körper. Und der braucht bei weitem nicht alles, was wir täglich in uns reinstopfen, denn der kommt auch mal ein paar Tage mit Weniger klar.

Eure Kathleen

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4 Antworten zu “Detox-Saftkur

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